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SofCoS - universelles Software-SPS System

SofCoS - universelles Software-SPS System

SofCoS ist eine modular aufgebaute Software-SPS. SofCoS kann auf Systemen auf denen das Open Realtime Framework zur Verfügung steht, sofort eingesetzt werden.

SofCoS besteht aus einem Interpreterkern, welcher den eigentlichen SPS-Code verarbeitet. Die in der IEC 61131-3 definierten Funktionsbausteine/Funktionen stehen als unabhängige Bibliothek zur Verfügung und können beliebig mit eigenen Funktionen ergänzt werden. Die Bedienung von SofCoS erfolgt mit dem Standardtool OrfCoS, die Programmierung der Software-SPS kann mit unserem Programmiersystem Coryo erfolgen.

SofCoS verfügt über eine Client-Server Architektur. Diese ermöglicht Bedienung und Programmdownload von einem beliebigen Punkt im Netzwerk. Fernbedienung bzw. Fernwartung sind so ein grundsätzliches Leistungsmerkmal von SofCoS.

In Verbindung mit dem Programmiersystem CORYO ist ein leistungsfähiges Source-Level Debugging der Software-SPS möglich. Unter anderem stehen Einzelschrittbetrieb, Breakpoints, Powerflow und Variablen-Watch zur Verfügung. Zusätzlich sind Online-Änderung bzw. Forcing von Prozesssignalen und Variablen sowie stoßfreies Nachladen von Programmen möglich.

SofCoS läuft auf allen Zielsystemen auf denen das Open Realtime Framework verfügbar ist, Portierungen auf andere Betriebssysteme oder Embedded-Systeme sind jederzeit möglich.

Der Interpretercode von SofCoS entspricht im wesentlichen dem Befehlsvorrat der IEC 61131-3 Instruction List. Dank ihrer einfachen Struktur sind Codegenerator, Binärcode und Interpreter beherrschbar. Die Pflege und Verifikation von komplexen Übersetzerprogrammen (Compiler, Linker) entfällt. SofCoS ist so eine optimale Basis für Systeme die sicherheitszertifiziert werden sollen.

Mit der SofCoS-Simulation können Programme direkt auf dem Entwicklungsrechner ausgeführt werden, ohne dass eine entsprechende Zielhardware vorhanden ist. Die SofCoS-Simulation ist unter Windows 95/98/NT/ME/XP und Linux lauffähig.

Es stehen alle Bedienungsfunktionen und alle Source-Level Debugging-Funktionen zur Verfügung. Ein Zugriff auf die physikalischen E/As ist in der Simulation nicht möglich. Das Zeitverhalten der Simulation wird durch den Simulationsrechner vorgegeben.

SofCoS-Light - max. 256 E/A-Signale
SofCoS-Mezzo - max. 512 E/A-Signale
SofCoS-Standard - max. 1024 E/A-Signale

Als Feldbussysteme können Profibus, CAN-CAL, Interbus oder Ethernet TCP/IP verwendet werden.

SofCoS ist als Version mit harter Echtzeit und als Standard Linux Version mit Soft-Realtime verfügbar. Die Version mit harter Echtzeit hat einen max. Zyklusjitter und eine Worst-Case Interrupt Response Time von ca. 15 µs.

Die Integration von weiteren E/A-Karten und Busanschaltungen kann selbständig durch den Anwender im Rahmen eines einfachen Treibers erfolgen. Eine detaillierte Anleitung und ein passender Quellcode-Rahmen werden mitgeliefert, bzw. sind in der Spezifikation des Open Realtime Frameworks beschrieben.

Die Geschwindigkeit des Interpreters ist von der eingesetzten Hardware abhängig. Auf einem IPC mit einer 300 MHz CPU werden 1000 AWL-Zeilen in ca. 0,5 ms abgearbeitet.

SofCoS ist zusätzlich als OEM-Version erhältlich. Eine weitere Skalierung bezüglich Anzahl der E/As bzw. beliebige kundenspezifische Anpassungen sind bei der OEM-Version möglich.

Link:
Linux Soft-SPS jetzt auch für ARM-Architektur
Ab der Version 2.3 (Juli 2003) der Linux Soft-SPS SofCoS werden auch CPU-Boards mit ARM-Architektur unterstützt.